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Büro-Dienstleistungen

Seit 2014 bietet die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) der SoVD-Lebenshilfe einen Service für Büro-Dienstleistungen an.

In den Räumen an der Dortmunder Straße werden für externe ... mehr

Die Gärtnerei

Die GärtnereiDie Gärtnerei mit ihren Gewächshäusern, Arkaden und dem lebendig gestalteten Innenhof finden Sie im hinteren Bereich des Werkstattgeländes.

Hier arbeiten Menschen mit psychischen Erkrankungen im ... mehr

Lebenshilfe Witten e.V.

Lebenshilfe Witten e.V.Die Lebenshilfe Witten e.V., im Jahre 1960 als Elterninitiative gegründet, bietet Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung Assistenz und Begleitung auf dem Weg zu einem ... mehr

Ausgleichsabgabe

Ausgleichsabgabe senken – NUR WIE?

Hintergrund:

Die Ausgleichsabgabe betrifft private und öffentliche Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen. Die Beschäftigungspflicht von Menschen mit Schwerbehinderung liegt bei mindestens 5%.
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Start . News . FDP-Politiker informierte sich über Kitas
18.07.2017

FDP-Politiker informierte sich über Kitas

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Um sich vor Ort über die Situation der Kitas zu informieren, besuchte Peter Heiner, Fraktionsgeschäftsführer der FDP Witten, am 17. Juli die Lebenshilfe Witten. Manon Füllgraf, Leiterin von FLiWi, nahm sich Zeit, um die Fragen des Politikers ausführlich zu beantworten und ihm den gewünschten Einblick zu verschaffen.

Der Blick in die Praxis sei ihm wichtig, erklärte Peter Heiner: „Manchmal hat man das Gefühl, dass man Regeln unterworfen ist, die vielleicht nicht immer Sinn machen.“ Anstatt nur zu verwalten, halte er es für sinnvoll, Schritte nach vorne zu machen. Er bat Manon Füllgraf, doch einfach einmal aus dem Alltag der frühkindlichen Förderung zu erzählen.

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So erfuhr er, dass diese Förderung dadurch, dass sie sehr viel früher ansetzt als noch vor einigen Jahren, besonders qualifizierte Fachkräfte erfordere: „Es geht hier um Bildung – nicht um Bespaßung!“ Gleichzeitig aber mache die Bürokratie dies oft schwer. Die engagierte Pädagogin erläuterte dem interessierten Politiker, wie ihrer Meinung nach eine ideale Situation aussehe: 15 Kinder pro Gruppe, drei Fachkräfte. Dieser Betreuungsschlüssel ermögliche eine optimale Betreuung und Förderung und mache so viele zusätzliche Projekte (wie zum Beispiel das „DELFIN“-Projekt, das sich in der Praxis nicht bewährt hat) überflüssig. Demnach würde dieses Wunschmodell nicht mehr kosten als die häufig schlecht organisierte und zerfaserte momentane Betreuungssituation.

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Auf die Nachfrage von Peter Heiner, ob man nicht auch die Eltern mehr in die Verantwortung nehmen müsse, erklärte Manon Füllgraf, dass auch dies mit diesem Modell sehr viel leichter möglich wäre: Durch den guten Betreuungsschlüssel sei auch ein sehr viel engerer Kontakt und eine gezieltere Information und Einbindung der Eltern möglich. Ob es denn eigentlich genügend Fachkräfte gebe, fragte der Politiker weiter nach und erfuhr, dass die Personalsituation speziell für die Lebenshilfe sehr gut sei, da man selbst ausbilde und darüber hinaus Fachkräfte anziehe, die sich aufgrund des ganzheitlichen und niemals defizitorientierten Ansatzes der Lebenshilfe, der bekannt sei, gezielt dort bewerben. Es sei aber schade, dass man teilweise Fachkräfte mit Zusatzausbildungen wie Logopädie oder Motopädie nicht angemessen bezahlen könne, sondern sie aufgrund der Vorschriften lediglich als Erzieher einstellen und auch bezahlen dürfe: „Nur gut, dass es viele engagierte Menschen gibt, die dies in Kauf nehmen, weil es ihr Ziel ist, etwas zu bewegen.“ Aber gerecht sei dies nicht.

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Als praktisches Beispiel für eine – unter den gegebenen Umständen – optimale Herangehensweise stellte die Leiterin der Kindereinrichtungen der Lebenshilfe die neue Kita auf dem Gelände an der Dortmunder Straße vor. Sina Caspers, die die Leitung der Einrichtung, die im August eröffnen wird, übernimmt, war ebenfalls anwesend, um Peter Heiner einen Eindruck zu verschaffen. So erfuhr der Politiker, dass diese Kita einen ganz neuen Inklusionsansatz bietet – dadurch, dass die Einrichtung eingebettet in das Werkstattgelände der SoVD-Lebenshilfe ist, wird es einen völlig selbstverständlichen täglichen Kontakt zwischen Kindern, Familien, den Beschäftigten der Werkstatt und den Bewohnern der angrenzenden Wohngemeinschaft geben. „Man empfindet Menschen mit Behinderung nicht als etwas Fremdes, wenn man sie täglich sieht, selbstverständliche Nachbarschaft mit ihnen lebt und erlebt.“

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Auch das Thema gesunde Ernährung, das in allen Kitas der Lebenshilfe Witten einen hohen Stellenwert hat, war Thema. So regte Manon Füllgraf an, dass eigentlich jede Kindereinrichtung eine Profi-Küche haben solle – dies aber oft finanziell nicht möglich sei. Peter Heiner unterstützte diese Idee und zeigte sich überhaupt sehr interessiert an den vielen Informationen und Anregungen, die er hier aus erster Hand bekam: „Ich bekomme heute einen völlig neuen Eindruck von der gesamten Thematik! Und Sie können sich darauf verlassen, dass wir Sie nach unseren Möglichkeiten unterstützen werden.“

Am Ende wurde es dann besonders anschaulich: Der Politiker bekam eine Führung durch die

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neue Kita. Noch ist nicht alles fertig, aber Peter Heiner zeigte sich sehr beeindruckt von den Räumlichkeiten und auch von der Ausstattung - die nagelneue Edelstahlküche, die hellen und freundlichen Gruppenräume, eingerichtet mit speziellen Möbeln eine holländischen Designers, das große und einladende Außengelände. „Hier wäre ich auch gern Kind“, stellte er am Ende lachend fest.

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